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Leuchte SOLENA im Bürogebäude HORTUS

Nahaufnahme von hängenden linearen LED-Leuchten, die von einer Decke mit freiliegenden Holzbalken hängen. Die Lichter sind an sichtbaren Kabeln befestigt und strahlen ein kühles weißes Licht aus. Die Holzlatten-Decke schafft einen warmen Kontrast zu den modernen Beleuchtungselementen.
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03.03.2026
Dornbirn, Austria

Zumtobel verankert Licht im architektonischen Entwurfskonzept

Zumtobel stellt mit SOLENA eine Pendelleuchte vor, die aus den spezifischen Anforderungen des Bürogebäudes HORTUS im Switzerland Innovation Park in Allschwil bei Basel hervorgeht. Die Leuchte wurde in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Architekturbüro Herzog & de Meuron und dem Lichtplanungs-Partner Reflexion im Rahmen eines Planungsprozesses entwickelt, der konstruktive, energetische und materielle Anforderungen unmittelbar in den architektonischen Entwurf integriert. Beleuchtung ist dabei nicht als nachträgliche Ausstattung vorgesehen, sondern als Bestandteil der baulichen Struktur.
Der mehrgeschossige Holzrahmenbau mit Stampflehmdecken basiert auf nachwachsenden und wiederverwertbaren Rohstoffen, verzichtet auf ein konventionelles Untergeschoss aus Beton und erreicht einen energiepositiven Betrieb, durch den sich die im Bau gebundene Energie innerhalb von 31 Jahren amortisiert. Diese Parameter definieren den architektonischen Rahmen, innerhalb dessen auch Licht als Bestandteil der Gesamtbilanz gedacht werden muss. Die Tragstruktur, die thermische Masse der Lehmdecken, die natürliche Feuchteregulation sowie die Integration erneuerbarer Energiequellen bilden ein System, in dem räumliche Qualität und energetische Performance untrennbar miteinander verbunden sind.
Aus dieser Konstellation ergibt sich eine präzise lichttechnische Aufgabenstellung. Beleuchtung wirkt direkt auf Energiehaushalt und Raumklima ein, während das deckenbündige Materialkonzept aus Holz und Lehm sichtbare Technik ausschließt. Licht, Sensorik und Steuerung müssen daher konstruktiv in einer gemeinsamen Struktur gebündelt werden. „Das Beleuchtungskonzept ist Teil des Grundausbaus und trägt zur Minimierung des Energieverbrauchs bei. Gleichzeitig mussten Sensoren integriert werden, ohne die Decke mit Geräten oder Kabeln zu belasten,“ beschreibt Alexander Franz, Associate bei Herzog & de Meuron, diesen Zusammenhang. Diese Ausgangslage verschiebt die Rolle der Beleuchtung grundlegend. Im Gebäude HORTUS erscheint Licht nicht mehr als nachträgliche Ausstattung, sondern als infrastrukturelle Schicht des Gebäudes selbst.
Heller, moderner Büroraum mit freiliegenden Holzbalken und großen Fenstern mit Blick auf eine grüne Landschaft mit Hügeln in der Ferne. Mehrere Schreibtische mit Bürostühlen sind im Raum verteilt angeordnet, einige sind mit Monitoren und mobilen Rollcontainern ausgestattet. Mehrere grüne Zimmerpflanzen sind auf Regalen und neben den Schreibtischen platziert. Die Atmosphäre wirkt offen, ordentlich und natürlich durch die extensive Nutzung von Holz und das reichliche Tageslicht.

Entwicklung im Zusammenspiel von Architektur, Lichtplanung und Industrie

Die Entwicklung der Leuchte SOLENA verläuft nicht linear, sondern in iterativen Abstimmungen der Partner aus Architektur, Lichtplanung und Industrie. Ein früher Prototyp auf Basis eines Entwurfs von Reflexion-Gründer Thomas Mika dient als Prüfstein für das Zusammenspiel von architektonischer Intention, lichtplanerischer Wirkung und technischen Funktionen. Erst auf dieser Grundlage wird die weitere Präzisierung möglich. Thomas Mika beschreibt die zentrale Herausforderung dieser Phase: „Die Aufgabe war, eine technisch sehr komplexe Lösung so zu entwickeln, dass sie sich selbstverständlich in die materielle und architektonische Klarheit des Gebäudes einfügt.“ Dabei wird ein entscheidender Aspekt sichtbar: In der Leuchte SOLENA bleibt Komplexität vorhanden, diese wird jedoch konstruktiv gebunden. Ihre architektonische Wirkung entfaltet sie gerade aus der kontrollierten Zurücknahme technischer Sichtbarkeit. In gemeinsamen Workshops der Partner entwickelt sich die Vorstellung einer vernetzten Leuchtenstruktur, die über Beleuchtung hinaus operative Funktionen im Raum übernimmt. Die Leuchten kommunizieren miteinander, reagieren auf Tageslicht und Präsenz und erfassen Parameter wie Akustik, Temperatur oder CO₂-Konzentration. Nutzung, Energiehaushalt und Komfort werden so zu einem in das Gebäudemanagement integrierten System.
Exterior view of a modern office building at dusk or night. Through large rectangular windows, a brightly lit interior with exposed wooden beams and ceiling structures is visible. The facade appears dark, likely clad in metal or wood. Plants can be seen in some of the windows. The warm interior lighting contrasts with the dark exterior and the bluish evening sky.

Konstruktion als Ergebnis architektonischer Anforderungen

Die formale Gestalt der Leuchte SOLENA folgt dieser Verdichtung aller Anforderungen. Ein transparenter Glaskörper umschließt ein zentriertes Tragprofil aus gefaltetem Stahlblech, das sämtliche elektrischen und lichttechnischen Komponenten trägt und über kreisförmige Distanzhalter stabilisiert wird. LED-Boards, präzise Linsenoptiken und entblendende Shades formen eine breit streuende, dimmbare Lichtverteilung mit definierter Lichtfarbe von 3500 Kelvin. Eine bewusst minimale seitliche Lichtemission erzeugt dabei einen feinen atmosphärischen Lichteffekt im Raum. Die breite Lichtverteilung erlaubt größere Achsabstände der Leuchten und unterstützt damit flexible Grundrisse sowie spätere Umnutzungen der Büroflächen. Zugleich bleiben sämtliche Materialien demontierbar und recyclingfähig. Die Reduktion des Mitteleinsatzes bei SOLENA besitzt konstruktive Notwendigkeit und leitet sich unmittelbar aus den Nachhaltigkeitsparametern des Gebäudes ab. Die Materialwahl wird damit Teil der energetischen und ökologischen Gesamtstrategie. Auch die Konstruktion der Leuchte setzt diese Anforderungen um: Sie ist auf Zirkularität ausgelegt und für lange Lebensdauer und Reparierbarkeit konzipiert. Die Befestigung erfolgt über filigrane Drahtseile und ringförmige Klammern, während mehrere Leuchten über textilummantelte Leitungen verbunden werden. Selbst Transport und Verpackung sind auf Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit ausgelegt. Die konstruktive Offenheit der Leuchte erlaubt darüber hinaus Anpassungen in weiteren Projekten und verschiebt ihren Status von einer projektspezifischen Lösung zu einer übertragbaren architektonischen Typologie. Gerade diese Übertragbarkeit macht sichtbar, dass der Wert der Entwicklung nicht im singulären Objekt liegt, sondern in der zugrunde liegenden Methode.
A woman sitting alone on a modern black lounge chair in a large, dimly lit industrial hall. She wears a light-colored suit and looks upward toward a single suspended linear light fixture above her. The spacious interior features high ceilings, exposed beams, and metal columns, with most of the space remaining dark except for the illuminated area around her.

Neue Architekturpraxis: Zumtobel wird Partner im architektonischen Entwurfsprozess

„An der Entwicklung der Leuchte SOLENA lässt sich eine veränderte Rolle industrieller Partner in der Architektur ablesen“, betont Alexandru Zloteanu, Innovation Manager bei Zumtobel. „Unsere technische Kompetenz wirkt bereits in einer Phase, in der architektonische Anforderungen formuliert und präzisiert werden, denn Entscheidungen zu Sensorintegration, Wartbarkeit, Materialwahl und Wirtschaftlichkeit beeinflussen den Entwurf selbst.“ Das Projekt verdeutlicht beispielhaft die Nachhaltigkeitsstrategie der Zumtobel Group, in der zirkuläre Produktentwicklung, CO₂-Reduktion und materialbewusste Gestaltung systematisch über sogenannte Circular Design Rules in den Entwicklungsprozess integriert werden. Ziel ist es, funktionale, ästhetische und ökologische Anforderungen entlang des gesamten Lebenszyklus zusammenzuführen.
Close-up view of suspended linear LED light fixtures hanging from a ceiling with exposed wooden beams. The lights are attached by visible cables and emit a cool white glow. The wooden slat ceiling creates a warm contrast to the modern lighting elements.

SOLENA auf einen Blick

SOLENA ist eine modulare Pendelleuchte für Arbeitsumgebungen und architektonisch integrierte Lichtlösungen. Ein Glaszylinder mit 70 Millimetern Durchmesser und 1.500 Millimetern Länge umschließt ein zentriertes Tragprofil, in dem Optik, Elektronik und Sensorik gebündelt sind. Die Leuchte erreicht eine Effizienz von bis zu 166 Lumen pro Watt und ist als Direkt-/Indirektlichtsystem mit blendfreier, präzise geführter Lichtverteilung ausgeführt. Der modulare, wartungsfreundliche Aufbau basiert auf langlebigen, recyclingfähigen Materialien und ermöglicht unterschiedliche Lichtverteilungen sowie individuelle Farb- und Strukturvarianten. Integrierte Sensorik erfasst raumrelevante Parameter wie Luftqualität, Akustik, Temperatur und CO₂-Konzentration und unterstützt die Einbindung in vernetzte Gebäudesysteme. Die Montage erfolgt über ringförmige Klammern und filigrane Drahtseile und erlaubt sowohl horizontale als auch vertikale Anwendungen. Entwickelt wurde SOLENA in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Herzog & de Meuron und Lichtplanungs-Partner Reflexion.

Pressekontakt

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Über Zumtobel

Lichtlösungen in vollendeter Perfektion und Qualität zu kreieren, ist unsere Leidenschaft. Uns leitet das Bewusstsein, dass das richtige Licht in der Architektur zu jeder Tages- und Nachtzeit die richtige Atmosphäre schaffen kann. Maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse des Menschen, wird Licht zum Erlebnis. Für unnachahmliches, zeitloses Design gehen wir stets neue Wege und werden dabei von einem einzigartigen Gestaltungsanspruch geleitet. Während wir an der Beleuchtung von morgen arbeiten, treibt uns unsere innovative Unternehmensphilosophie an, die Ästhetik des Lichts kontinuierlich zu verbessern. Mit Leidenschaft, Anmut und dem Avantgarde-Gedanken verfolgen wir stets das Ziel, die Lebensqualität des Menschen durch Licht zu verbessern. Zumtobel ist eine Marke der Zumtobel Group AG mit Konzernsitz in Dornbirn, Vorarlberg (Österreich).