Zumtobel stellt mit SOLENA eine Pendelleuchte vor, die aus den spezifischen Anforderungen des Bürogebäudes HORTUS im Switzerland Innovation Park in Allschwil bei Basel hervorgeht. Die Leuchte wurde in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Architekturbüro Herzog & de Meuron und dem Lichtplanungs-Partner Reflexion im Rahmen eines Planungsprozesses entwickelt, der konstruktive, energetische und materielle Anforderungen unmittelbar in den architektonischen Entwurf integriert. Beleuchtung ist dabei nicht als nachträgliche Ausstattung vorgesehen, sondern als Bestandteil der baulichen Struktur.
Der mehrgeschossige Holzrahmenbau mit Stampflehmdecken basiert auf nachwachsenden und wiederverwertbaren Rohstoffen, verzichtet auf ein konventionelles Untergeschoss aus Beton und erreicht einen energiepositiven Betrieb, durch den sich die im Bau gebundene Energie innerhalb von 31 Jahren amortisiert. Diese Parameter definieren den architektonischen Rahmen, innerhalb dessen auch Licht als Bestandteil der Gesamtbilanz gedacht werden muss. Die Tragstruktur, die thermische Masse der Lehmdecken, die natürliche Feuchteregulation sowie die Integration erneuerbarer Energiequellen bilden ein System, in dem räumliche Qualität und energetische Performance untrennbar miteinander verbunden sind.
Aus dieser Konstellation ergibt sich eine präzise lichttechnische Aufgabenstellung. Beleuchtung wirkt direkt auf Energiehaushalt und Raumklima ein, während das deckenbündige Materialkonzept aus Holz und Lehm sichtbare Technik ausschließt. Licht, Sensorik und Steuerung müssen daher konstruktiv in einer gemeinsamen Struktur gebündelt werden. „Das Beleuchtungskonzept ist Teil des Grundausbaus und trägt zur Minimierung des Energieverbrauchs bei. Gleichzeitig mussten Sensoren integriert werden, ohne die Decke mit Geräten oder Kabeln zu belasten,“ beschreibt Alexander Franz, Associate bei Herzog & de Meuron, diesen Zusammenhang. Diese Ausgangslage verschiebt die Rolle der Beleuchtung grundlegend. Im Gebäude HORTUS erscheint Licht nicht mehr als nachträgliche Ausstattung, sondern als infrastrukturelle Schicht des Gebäudes selbst.